Häufig wurde ich gefragt, was es mit den 5-Minuten-Routinen auf sich hat. Nun hier die ausführliche Erklärung.
Erfunden habe ich es nicht. Drauf gestoßen bin ich seit Jahren. Ich bin ein Perfektionist.
Steige über Wäscheberge und laufe über Wollmäuse, räume den ganzen Kleiderschrank aus nur, weil mich beim Anziehen gestört hat, dass T-Shirts auf dem Pullover Stapel liegen.
Also wird alles ausgeräumt, sortiert und millimetergenau gefaltet. Nach einem halben Tag ist der Schrank wieder zu meiner Zufriedenheit. Allerdings nur der Schrank und ich muss zur Arbeit und habe für den Rest keine Zeit mehr.
Ich bin ein Listenmensch.
Ich brauche das, um mich nicht zu verzetteln. Ich war auf der Suche nach DER optimalen Haushaltsliste. Ich bin tatsächlich fündig geworden. Im Forum Casablitzeblanca. Man findet auch Infos auf der Internetseite.
Aufgebaut ist das ganze wie folgt:
1. Beweise beseitigen
Bedeutet: stets alles nach dem Gebrauch wieder zurückbringen.
Das Bild, man solle die Gegenstände gedanklich an einen roten Faden hängen, verdeutlicht es einem sehr gut, wie schön es ist, wenn alles ist, wo es hingehört. Ich schaffe es sehr gut, immer sehr viel um mich rum zu drapieren.
Kaffeetasse, Handy, Buch, Kamera, Taschentücher, Strickprojekt, Nagellack, Stift und Zettel…. Schnell mal eben kommt noch etwas dazu und zack ist Chaos.
2. Tagesroutinen
Da haben wir meine Routinen! 5 Minuten in jedem Raum. Küche und Bad 10 Minuten.
In der Zeit Lüften, Müll und Wäsche raus, Betten machen, Kissen richten, Zeitschriften Stapeln, alles was nicht in den Raum gehört weg.
Hier wurde mal eine Kiste empfohlen. Für mich schlecht. Da ich dann die Kiste am Ende habe und keine Lust mehr sie auszuräumen. Ich bringe es an einen zentralen Ort den ich zum Schluss aufräume, meist aber lege ich es einfach in den Raum in den es gehört, wenn dieser schon aufgeräumt ist, dann sogar gleich dahin wo es gehört
Um das ganze so kurz wie möglich zu halten, da ich nur 5 Minuten habe, habe ich mein “Werkzeug” parat. Sprühflasche, Staubwedel und Lappen.
3. Tagesräume
hier wird vorgeschlagen 15 – 30 Minuten in dem Tagesraum zu säubern. Staub wischen, Blumen gießen, saugen und feudeln.
Auch das habe ich für mich etwas abgewandelt.
Hier werden im zwei Wochen Rhythmus entweder Betten oder Fenster (entfällt im Winter) gemacht. Gesaugt und gefeudelt wird am Feudelfreitag, ausser in Stube, Flur und Küche, da nach Bedarf.
Erstens, weil ich hier ein Baby habe das am Boden spielt und zweitens ist es für mich praktischer, wenn ich in allen Räumen einmal oder zweimal die Woche Großreinemache, wegen dem Hochräumen als wenn ich das jeden Tag in einem machen müsste. Ich denke je größer der Wohnraum desto mehr Sinn macht die Aufteilung nachher. Für mich sind diese Hauruckaktionen einfacher auszuüben.
4. Aufgaben
Diese Aufgaben kann man sich als Mail schicken lassen, einen Kalender kaufen oder man findet sie im Forum, nachdem man dort eine Weile aktiv war.
Sie beziehen sich meist auf den Tagesraum, beachten auch die Jahreszeit und brauchen einen Zeitaufwand von circa 30 Minuten.
Hier findet man Sachen wie,alle Kleinelektroartikel der Küche reinigen, Badschrank ausmisten, Saisonkleidung wechseln, Kühlschrank reinigen, Weihnachtsdeko durchsehen…..
Unter Zeitdruck schafft man am meisten. Bei mir klappt es. Wecker stellen, sich auf das konzentrieren was man möchte und schnell ist es gewuppt. Ich freue mich dann immer doppelt, wenn ich meinen Kaffee in der sauberen Stube trinken kann. 
Ich muss gestehen, dass ich damit angefangen hatte, als ich noch Hausfrau und Mutter war, mit der Lieblingstochter die mich schon nicht mehr so viel brauchte. In der Zeit der Kurzarbeit habe ich noch die Tagesroutinen + Tagesräume gemacht und die Aufgaben schon aufgeteilt auf 2-3 Tage die Woche. Als ich dann mehr Stunden gearbeitet habe sind nur die Routinen übrig geblieben. Das war für mich frustrierend. Nun bin ich mit Baby wieder zu Hause. Anfangs habe ich wieder alles geschafft nun braucht der Lieblingssohn mehr Aufmerksamkeit, so dass ich die Aufgaben einfach nach Bedarf mache. Nun ist der Kleiderschrank nicht unbedingt leer, weil die Sommersachen im Keller sind. Auch die Oberseiten der Küchenschränke sind schon lange nicht mehr gemacht.
Ich habe jedoch Zeit mit den Lieblingskindern, schaffe durch die Routinen trotzdem einen Dauerzustand von Sauberkeit und wenn ich sehe das der Kühlschrank wieder dran ist schaue ich, dass ich es mache, sobald Zeit dafür ist.
Ich habe mir einen Haushaltsordner angelegt.

Dort finden sich Aufgaben

mein Stundenplan

Entrümplungslisten

Ziele für das Jahr

kleine Projekte die ich angehen möchte…
Tolle Ideen über Ordnung, Zeitmanagement und Struktur findet man auch bei
simplify
Iby Lippold
Denise: Frl Ordnung
Izzy
Wer es auf englisch mag: Flylady
Ich hoffe alles war verständlich. Bei mehr Infos oder Fragen gerne kommentieren. 
Stephie